leicht OT: Tschüss DVB-T in der Schweiz

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • leicht OT: Tschüss DVB-T in der Schweiz

      Ist für mobilen Fernsehempfang soweit relevant:

      Unser allwissender Bundesrat hat entschieden, dass per Ende 2019 das terrestrische Fernsehen, wofür vor ein paar Jahren sämtliche Frequenzbänder rumgewürfelt wurden und bsp. auch Neuanschaffungen (bsp. drahtlose Mikrofone etc) notwendig wurden, ab. Ersatzlos. Kein DVB-T2, nüscht.

      Man hat ja Oligopole der Kabel- und IP-TV-Anbieter und mit etwas Glück die Möglichkeit eine Sat-Schüssel aufzustellen (wenn der Vermieter nichts gegen hat)... Ausserdem wird das RSI La2 weggespart.

      Hier ein Auszug aus der Pressemitteilung des Departement Leuthard (BAKOM):


      BAKOM schrieb:




      Die Konzession gibt der SRG die Möglichkeit, das zweite Fernsehprogramm in der italienischsprachigen Schweiz (RSI La 2) durch ein multimediales Angebot zu ersetzen und das terrestrische TV-Netz "Digital Video Broadcasting – terrestrial; DVB-T" spätestens Ende 2019 abzuschalten. Dieses Netz wird nur noch von sehr wenigen Haushalten genutzt. Die SRG bereitet entsprechende Kommunikations- und Beratungsmassnahmen vor.


      Die SRG wird künftig auch die Möglichkeit haben, bei einem Rückgang der Einnahmen Radioprogramme zusammenzulegen oder auf einzelne Angebote zu verzichten, sofern der Leistungsauftrag weiterhin erfüllt werden kann. Die Einschränkungen beim Online-Angebot (Sendungsbezug, Verbot der Online-Werbung) bleiben unverändert bestehen.


      Was ist eure Meinung dazu? Gute Sache oder wieder Pflästerlipolitik?
    • PERSÖNLICHE MEINUNG

      ...als Antennenbastler bin ich gerade etwas angesäuert wegen dieser Entscheidung (janu, bau' ich meine Ara eben für SDR und häng ne herkömlmiche Omni an den Multiswitch für Radio).

      Anstatt Symptome bekämpfen, hätte man bei der SRG selber mal etwas über die Bücher gehen müssen. Sender neu aufteilen - dank DVB sind Mehrkanal-Audio in mind. Stereo keine Sache, so hätte man die "Zweiten" zusammenlegen können, auf den Infos Sportanlässe im Mehrkanalton senden, und so durch LIzenzeinsparungen (für 8Mio Lizenzen kaufen ist billiger als für bsp. 3 oder 4 Mio pro Sprachregion). (Ein Hauptprogramm für die Sprachregion, zweiter (schweizweiter) Kanal für Serien und Filme in Mehrkanal-Audio, ein (schweizweiter) Infokanal für Wiederholugen der regionalen Tageschau und Sportanlässe in Mehrkanal-Audio...)

      Der Wegfall der terrestrischen Ausstrahlung, nach all dem Trara um die "Digitale Dividende" mit allen Umstell-Freuden für Modellbauer, kleine TV-Sender (alle Drahtlos-Mikros mussten wegen DVB-T umgerüstet werden) und so weiter, ist eine Verhöhung... Auch ist die Frage mit dem Grundversorgungsauftrag und der Billag: kein Kabel, kein IP-TV (bsp. weil Internet über LTE), kein Sat (weil Wohnung gen' Norden oder Westen) - aber die Pflicht TV-Gebühren zu zahlen weil man hat eine Wohnungstür...

      Ein typischer halbgarer Entscheid des BAKOM; dabei hätte man das "Modell Graubünden" nehmen können, und auch private Lokalsender auf DVB-T rauf lassen. Dann wäre auch die Verbreitung etwas grösser gewesen... Man kann noch nicht einmal hoffen, dass die Frequenzen für 5G verwendet werden - im benachbarten Ausland nutzen's diese weiter für DVB-T2, d.h. es gäb wieder gerüffelt (berechtigterweise)

      Nun wird also ein ganzer Frequenzbereich brach liegen.
      Ich gratuliere dem UVEK zu einem weiteren grandiosen Fehlentscheid GEGEN Wettbewerb und Vielfalt.
      Einsparen werden's eh nicht können - die gleichen Masten senden auch DAB. Man fragt sich also was das soll.

      Wirkliche Einsparungen gäbs auf dem Eutelsat - die Radioprogramme der SRG werden in unzähligen Derivatssendern (die man über Internet verteilen könnte) gesendet, auf insgesamt 9 (NEUN) Transpondern auf Eutelsat 13° Ost - einem der teuersten Sat-Positionen Europas.
    • Nach der Abschaltung der grossen Kurz-, Mittel- und Langwellensendern ist in der Schweiz im Outdoor-Bereich die grösste Strahlungsbelastung durch elektromagnetische Wellen DAB+ (terrestrisches Radio => maximale Sendeleistungen bis 50000 Watt), DVB-T (terrestrisches Fernsehen=> maximale Sendeleistungen bis 50000 Watt) und der Mobilfunk (GSM/UMTS/LTE/5G => übliche maximale Sendeleistungen bis 40 Watt).

      bakom.admin.ch/bakom/de/home/f…en-antennen/rundfunk.html

      de.wikipedia.org/wiki/European_Aviation_Network

      Da DVB-T nur Sinn macht für den stationären Einsatz in sehr ländlichen Regionen für bewohnte Gebäude in steilen Nordhanglage (keine Sichtverbindung zu geostationären Satelliten, da Hangneigung > 30°, kein schneller leitungsgebundener Internetanschluss vorhanden) ist im Zeitalter von WLAN-Richtfunk und im Hinblick auf die kommende Ultra HD-TV die Abschaltung von DVB-T und der Verzicht auf DVB-T2 gerechtfertigt.

      Die hohen Sendeleistungen der DAB+-Sender sind wegen dem IBBK Radio (Radioempfang für die Zivilbevölkerung auch im Zivilschutzbunker im Katastrophenfall oder Krieg) gerechtfertigt. Für DVB-T/DVB-T2 können die hohen Sendeleistungen heute nicht mehr gerechtfertigt werden.

      Das gestern für Drahtlosmikrophone verwendete, heute für DVB-T verwendete Frequenzband kann morgen für den Mobilfunk (4G/LTE, 5G) verwendet werden (Band 28):
      de.wikipedia.org/wiki/Mobilfunkfrequenzen_in_der_Schweiz

      Wer nur über DVB-T ein Fernsehsignal empfangen kann, sollte den WLAN-Richtfunk (Langstrecken WLAN) ins Auge fassen. Zum Beispiel:
      connect366.com/connect366-air

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von GrandDixence ()